Blog St. Vincenz

Wenn das Hobby zur Leidenschaft wird ... und zum großen Erfolg führt

Herr Dr. Branko Spasojevic (Betriebsarzt) nahm sich Zeit für ein kleines Interview mit der Auszubildenden Katharina Gansel, die nachfolgend über den diesjährigen Sieg von Dr. Spasojevic bei den Schachmeisterschaften der Ärzte in Bad Homburg berichtet.

Seit 1993 finden jedes Jahr aufs Neue die Schachmeisterschaften der Ärzte statt. Vom 13. bis 15. April 2018 versammelten sich etwa 130 Ärztinnen und Ärzte um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Drei Tage lang wird gegeneinander gespielt.

Und Mittendrin: Dr. Spasojevic, Betriebsarzt des St. Vincenz-Krankenhauses Paderborn. Dieses Jahr sogar mit großem Erfolg: Er siegt in der Kategorie bis 1600 DWZ- Punkten. DWZ ist eine Wertungszahl im Schach um die Spielstärke einzelner Spieler zu vergleichen. So etwas Ähnliches wie im Tennis.

Das gesamte Jahr freut er sich darauf an diesem besonderen Wochenende mit Kollegen und mittlerweile langjährigen Freunden einige Partien Schach spielen zu können. Was für andere schwierig und kompliziert erscheint ist seine Leidenschaft, seine Sucht. Es ist seine Art abzuschalten vom Alltag. Entspannung und Stressbewältigung nennt er es und vergleicht es sogar mit einem Wellness-Wochenende.

Seit 1993 gibt es die Schachmeisterschaften für Ärzte in der Organisation des Deutschen Ärzteblattes und des deutschen Schachbundes, bei denen auch nur Spieler mit Approbation teilnehmen dürfen, wobei auch internationale Ärzte eingeladen sind.

Früh weckt sein Vater in ihm das Interesse an Schach. Dr. Spasojevic schätzt den Beginn seiner Leidenschaft auf das Jahr 1975.
Das Spielen mit dem Vater und während seiner Studienzeit macht sich bezahlt: Er gewinnt das Turnier in seiner Einstufung. Er erzählt sogar scherzhaft, dass er ein Jahr seines Medizinstudiums durch den Schachsport verloren habe.

Was das Schachspielen so interessant macht, wollte ich wissen. „Es gibt Millionen von Kombinationen, die man spielen kann. Es wird nie langweilig!“, sagt Dr. Spasojevic. Man könne sich nie auf nur eine Strategie oder eine Hand voll bestimmter Züge verlassen. Jeder Gegner sei anders und kenne wieder andere Kombinationen, auf die man reagieren müsse.
Das strategische, vorausschauende Denken würde auch im alltäglichen Leben, z. B. im Beruf oder mit der Familie oder Freunden, Anwendung finden.

Vor allem die familiäre Atmosphäre schätzt der Mediziner an diesem Wettbewerb sehr. Er hat bereits viele Kollegen dort kennengelernt, mit denen er auch außerhalb der Veranstaltung Kontakt hält und privat etwas unternimmt.

Trotz, dass Dr. Spasojevic aus beruflichen und familiären Gründen, weniger Zeit hat das Schachspielen zu trainieren und  Vereinsaktivitäten nur noch am Wochenende möglich sind, hat er seinen Ehrgeiz nicht verloren.
In den letzten Jahren durfte er mehrfach auf das „Erfolgstreppchen“, indem er 2016 den dritten Platz, 2015 den zweiten und in den Jahren 2011 und 2014 sowie in diesem Jahr 2018 den ersten Platz in seiner Punktekategorie erzielte.

Er ist froh, zufrieden und glücklich ein weiteres Mal einen Sieg mit nach Hause zu bringen. Es erfüllt ihn mit Stolz sein Können und seine Leidenschaft unter Beweis zu stellen.

Der Glücksbringer von Dr. Spasojevic ist seine Familie. Vor allem sein Sohn und seine Frau, die ihn schon zu dem Event begleitet haben. Er hat in ihrer Anwesenheit die besten Ergebnisse erzielt.

Eine spezielle Strategie, die ihm zum Sieg verholfen hat, hat er nicht. Er würde ausschließlich mit einer standardmäßigen „Schacheröffnung“ beginnen, da der spätere Verlauf des Spiels nicht voraussehbar ist, aber letztendlich spielentscheidend sein kann.

Dr. Spasojevic wünscht sich für die Zukunft, dass sich mehr Menschen für die Sportart Schach interessieren und derartige Events öfter angeboten werden. Im nächsten Jahr ist er auf jeden Fall wieder dabei um seinen Titel zu verteidigen.

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