Blog St. Vincenz

Impuls des Monats März - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Fremde beherbergen“

Wenn wir in diesem Monat das Werk der Barmherzigkeit „Fremde beherbergen“ in den Blick nehmen, fallen mir und wahrscheinlich auch Ihnen die vielen Flüchtlinge ein, die bei uns eine neue Heimat suchen und für die sich viele unserer Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Doch nicht nur Flüchtlinge sind Fremde im eigentlichen Sinn des Wortes. Grundsätzlich fühlen Menschen sich fremd, wenn sie irgendwo ausgegrenzt sind, wenn sie aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen werden, wenn sie die Sprache, die gesprochen wird, nicht verstehen oder wenn sie selber nicht verstanden werden. All dies kann das Gefühl von fremd sein vermitteln.

Menschen, die im Krankenhaus Aufnahme finden, durchleben Ähnliches. Sie sind zumeist auch aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen, und je nachdem kann es sein, dass sie die Sprache nicht verstehen, die im Krankenhaus gesprochen wird, weil sie die Fachbegriffe nicht kennen, die hier benutzt werden. Menschen können sich auch fremd fühlen, weil sie Angst haben und in der Umgebung des Krankenhauses nicht wissen, was auf sie zukommt.

Deshalb können wir im Krankenhaus an vielen Stellen das Werk der Barmherzigkeit „Fremde beherbergen“ zur Tat werden lassen. Zum Beispiel wenn wir uns in die Begegnungen mit den Patienten als Menschen einbringen, die zuhören können, die trösten, die Ängste ernst nehmen, die durch laienverständliche Worte über Krankheiten aufklären und, und, und.

Ihre Schwester M. Katharina

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