Blog St. Vincenz

Australischer Arzt lernt bei Dr. Ezechieli ein spezielles Verfahren zur Operation der Hüfte

Chefarzt Dr. Marco Ezechieli über das OP-Verfahren zur Behandlung von femoroacetabulärem Impingement

Dr. Freedman (links) und Dr. Ezechieli (rechts)

Der australische Hüftchirurg Dr. Ilan Freedman aus Melbourne ist weit gereist, um von Dr. Marco Ezechieli, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten, ein neues Verfahren zu erlernen. Es geht dabei um die sogenannte „arthroskopisch assistierte Mini-open Arthrotomie“.

Ein Eingriff, den wir als einzige Klinik in OWL anbieten. Mit diesem gelenkerhaltenden Verfahren behandeln wir in Salzkotten das sogenannte „femoroacetabuläre Impingement“ der Hüfte bei jungen Patienten bis etwa 40 Jahren. Das Verfahren ist eine ideale Alternative oder auch Ergänzung zur klassischen Hüftarthroskopie. Ziel ist es, ein künstliches Hüftgelenk ganz oder zumindest so lange wie möglich zu verhindern.

Kürzlich bekam ich Besuch aus Australien: Durch die ortsansässige Medizintechnikfirma Condor GmbH ist Dr. Ilan Freedman auf uns aufmerksam geworden und hat sich einen Tag lang intensiv über diese Operationstechnik bei uns informiert. Daher ist er im Zuge seiner Deutschlandreise auch hier zu uns nach Salzkotten gekommen, um bei mir den „Mini-open“-Eingriff zu erlernen. Er hat sich sehr über unseren Austausch gefreut und fliegt sicher mit sehr vielen neuen Eindrücken und interessanten Ansätzen zurück nach Australien.

Ich selbst habe den Eingriff 2011 bei dem Beschreiber der Technik an der Universitätsklinik in Barcelona erlernt und in Deutschland etabliert. Inzwischen bilde ich selber national und international Ärzte in dieser Technik aus, früher an der Orthopädischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Annastift, jetzt als Chefarzt in Salzkotten.

Das „femoroacetabuläre  Impingement“ -Hüfte-Syndrom bezeichnet eine schmerzhafte Verengung des Hüftgelenkspaltes. Es kommt zu einem knöchernen Anschlagen zwischen dem Schenkelhals des Oberschenkelknochens und der Gelenklippe der Hüftpfanne. Typischerweise treten Beschwerden in der Leiste nach längerer sportlicher Belastung oder längerem Sitzen bei gebeugter Hüfte auf. Gelegentlich strahlen die Schmerzen in den Oberschenkel bis hin zum Knie aus, auch die Beweglichkeit des Hüftgelenks kann eingeschränkt sein. Insbesondere die Drehung nach innen fällt schwer.  

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