Blog St. Vincenz

Impuls des Monats Oktober - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Generaloberin der Vincentinerinnen

"Trauernde trösten"

Trauer bezeichnet einen emotionalen Gemütszustand, der in den allermeisten Fällen durch den Tod von nahestehenden Menschen ausgelöst wird. Im Krankenhaus gehört der Umgang mit Sterben und Tod zum Alltag dazu. Deshalb kommt es hier häufig zur Begegnung mit trauernden Angehörigen und Freunden von verstorbenen Patienten.

Wer trauert erlebt Schmerzen, die körperlich und seelisch erfahren werden. Trauernde zu trösten geschieht oftmals mehr durch Gesten und Zeichen, die Trauernden zu verstehen geben, dass sie nicht allein sind. Worte vermögen oftmals nicht zu trösten, wenn Menschen trauern. Dann hilft es zu zeigen, du bist nicht allein, ich kann dich verstehen und dein Verlust geht mir nah.

Trauernde finden oft in der Erinnerung an die von ihnen gegangenen Menschen Trost und Dankbarkeit. Für uns Christen ist die Hoffnung auf das Leben bei Gott ein tröstender Gedanke.
Dieser ist zusammengefasst in den folgenden Zeilen von Henry Scott Holland:

 

 

Ich bin auf der anderen Seite des Weges
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nie eine andere Redeweise, seid nicht traurig,
lacht weiter über das worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht und denkt an mich.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht fern von euch.
Ich bin auf der anderen Seite des Weges.
Ich bin bei Gott.

Vielleicht können diese vorstehenden Zeilen, in denen unsere christliche Hoffnung in dichter Weise ausgedrückt ist, dem einen oder anderen helfen, Trauernde zu trösten, wo es notwendig und angebracht ist.

Ihre Schwester M. Katharina

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