Blog St. Vincenz

Libori-Aktion der St. Vincenz-Mitarbeiter - Gemeinsam für einen guten Zweck

Patrick Ruf, Leiter Qualitätsmanagement, über die Aktion, bei der sich St. Vincenz-Mitarbeiter jedes Jahr 9 Tage für Hilfsorganisationen und -projekte engagieren

Fünf fleißige Helfer/innen nach der Schicht

Seit einigen Jahren arbeite ich nun schon im Rahmen der sogenannten „Libori-Aktion“ unserer Mitarbeitervertretung (MAV) mit. Die Libori-Aktion ist eine Spendenaktion bei der zunächst neun Tage lang ehrenamtliche Helfer in drei „Buden“ direkt vor dem St. Vincenz-Krankenhaus Pommes Frites, Bratwurst, Waffeln und Getränke verkaufen und dann den Erlös für gute Zwecke zur Verfügung stellen. In den letzten Jahren konnten dadurch jeweils über 22.000 Euro gespendet werden.

Ich hatte in diesem Jahr den „Mitteldienst“ am Libori-Dienstag im Getränkestand übernommen. „Wenn de um kurz vor elf da bist reichts dicke“, gibt mir Günter Fuchs, MAV-Mitglied und Organisator der Libori-Aktion, vorher noch mit auf den Weg und so erscheine ich pünktlich um 10 vor 11 Uhr hochmotiviert, wie immer.

Bevor wir die Bude eröffnen, muss noch der Schuldige für das falsche Verriegeln vom Vorabend gefunden werden. Gut, dass ich nicht abriegeln muss heute Abend. Kurz danach klappen wir die Seitenteile hoch. Es kann losgehen. Mir zur Seite steht eine Kollegin aus der Kinderklinik, wir kennen uns schon von früheren Libori-Aktions-Einsätzen. Mit seinem ihm eigenen Charme erklärt mir Günter, dass leere Flaschen im Kühlraum nichts verloren haben und ich die Finger tunlichst von den Stellhebeln (Kohlensäure) der Zapfanlage zu lassen habe. „Jawohl Herr General, Finger weg“. Kurz nach 11 Uhr passiert dann das denkbar Schlechteste, es fängt an zu regnen. Somit bleibt die Anzahl unserer Kunden doch sehr übersichtlich und meine Kollegin und ich tauschen uns erstmal über alles Mögliche aus.

Wenn dann doch mal jemand was zu trinken haben will, stellen wir ganz schnell fest, dass wir beim Thema Kopfrechnen ganz schön aus der Übung sind. Mit zu Hilfenahme der Finger und lautem Vorrechnen kriegen wir es dann aber hin.

Zwischendurch schaut Günter mal vorbei und fragt, ob was fehlt. Aber: alles im grünen Bereich. Die Kollegen vom Waffelstand versorgen uns großzügig mit Kaffee und Waffeln, die Kollegen an der Würstchenbude liefern gern auch mal eine Bratwurst. Wir revanchieren uns großzügig mit Wasser, Cola oder was sonst so gewünscht wird.

Zur Mittagszeit schauen ein paar Kollegen aus dem St. Vincenz vorbei, aufgrund des Regens aber eher wenige. Gott sei Dank klart es dann wieder auf und die Sonne schaut raus. Das beschert uns doch noch den einen oder anderen Kunden und etwas Arbeit. Ab 15 Uhr übernimmt dann die nächste Schicht und wir beide gönnen uns noch einen Abschiedsdrink. Bis zum nächsten Mal. Hat wieder Spaß gemacht, wie immer.

Ich kann allen Mitarbeitern nur empfehlen, an der Libori-Aktion teilzunehmen, Spaß ist garantiert, man lernt viele nette Kollegen kennen oder trifft sich wieder. Bis zum nächsten Jahr bei der Libori-Aktion …

Hintergrund:
Im Jahr 2014 fand die Libori-Aktion vor dem St. Vincenz-Krankenhaus schon zum 16. Mal statt. Auch in diesem Jahr haben sich Mitarbeiter, Ehemalige, Partner und Freunde des St. Vincenz-Krankenhauses während der Libori-Woche für den guten Zweck engagiert. Neun Tage lang haben die ehrenamtlichen Helfer vor dem Krankenhaus wieder Pommes Frites, Bratwurst, Waffeln und Getränke verkauft und dabei 25.005.29 Euro für den guten Zweck erwirtschaftet. Jedes Jahr werden circa 1 Tonne Fritten, 6.000 Würstchen, 470 Kilogramm Waffelteig und 80 Liter Vanilleeis benötigt, um die hungrigen Libori-Bummler zu versorgen. Von früh bis spät sind die beiden Hauptverantwortlichen Mitglieder der Mitarbeitervertretung, Günter Fuchs und Monika Koberstein, während der Libori-Zeit für die Aktion im Einsatz, denn auch hinter den Kulissen gibt es in dieser Zeit viel zu tun. Zu den fast 170 Helfern gehören neben den St. Vincenz-Mitarbeitern jedes Jahr auch immer wieder engagierte Helfer aus dem Familienkreis der Mitarbeiter, der Paderborner Feuerwehr, der Malteser sowie Helfer aus den Reihen der Spendenempfänger. Aufgeteilt wird der Spendenerlös dann immer zwischen mehreren Spendenempfängern (die frühzeitig ihre Unterstützung bei der MAV beantragen und aus Paderborn kommen müssen), wie zum Beispiel in diesem Jahr der Cordula-Reuter-Stiftung, dem Hospiz der Bramherzigen Schwestern des hl. Vincenz von Paul, dem Förderverein der LWL Liboriusschule, dem Förderverein der Pauline-von-Mallinckrodt-Schule und dem Projekt "Zeitspende".

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