Blog St. Vincenz

Superkraft des Tages im Monat August

Unsere "Superkraft des Tages", Valtin, berichtet über seine Ausbildung

Valtin

Hi, ich bin Valtin, 28 Jahre alt und angehender Gesundheits- und Krankenpfleger.

Mein Ausbildungsbeginn war Anfang April, daher bin ich also noch am Anfang meiner Reise. Oder besser gesagt, mittendrin, denn es war ursprünglich gar nicht meine Absicht, Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden. Eigentlich wollte ich Arzt werden. Der Anfang meiner Geschichte in der Krankenpflege ist also eher ein Schritt auf dem Weg. Da ich ein eher durchschnittliches Abitur habe, war klar, dass ich nur über die Wartezeitquote würde studieren können. Daher entschied ich mich für ein verspätetes FSJ, in welchem meine Hauptaufgabe die Betreuung und Pflege von Autisten sein würde. Zu der Zeit verfügte ich über keinerlei Erfahrung im pflegerischen Bereich. Daher absolvierte ich zur Vorbereitung ein fünfwöchiges Praktikum im St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn. So kam ich zum ersten Mal mit der Pflege in Berührung.

Zur Vervollständigung der nötigen drei Praktikumsmonate für das Studium leistete ich nach Abschluss meines FSJs die verbleibenden zwei Monate im St. Josefs-Krankenhaus in Salzkotten ab. Es waren zwei sehr erfüllende und inspirierende Monate, sodass ich mein Praktikum freiwillig auf nahezu drei Monate verlängerte. Als ich zum wiederholten Male keinen Studienplatz bekam, entschied ich mich, nicht noch mehr Zeit mit Warten zu verbringen, sondern endlich etwas Handfestes zu machen. Und da ich mir eine Zukunft im pflegerischen Bereich nach den höchst positiven Eindrücken aus meinen Praktika definitiv vorstellen konnte, bewarb ich mich recht kurzfristig um einen Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Krankenpfleger, wo ich schließlich angenommen wurde.

Vor kurzem habe ich mit meinem zweiten praktischen Ausbildungseinsatzes auf einer Station im Krankenhaus begonnen. Zurückblickend kann ich nur betonen, wie glücklich ich mich schätze. Mein eigentlicher Plan mag anders ausgesehen haben. Auch ist es nicht zu leugnen, dass ein Arzt in der Öffentlichkeit mehr Ansehen genießt als eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger. Aber ich habe so viele erfüllende Erfahrungen im pflegerischen Bereich erleben können und Zugang zur Wissenschaftlichkeit der Pflege gefunden, sodass ich nach den ersten Monaten vieles bin, aber definitiv nicht enttäuscht oder unzufrieden.

Den stärksten Eindruck auf mich machte, das in den ersten Monaten schulisch erlernte Wissen praktisch erleben und anwenden zu können. Außerdem ist es auch einfach ein tolles Gefühl, den verschiedensten Menschen zu begegnen und sie unterstützen zu können, wann und in welcher Form auch immer das nötig ist. Natürlich ist hierfür zum Teil handfestes Pflegehandeln erforderlich, aber oft sind es auch einfache Kleinigkeiten oder schlichte Freundlichkeit, mit denen den Patienten der oftmals unangenehme Krankenhausaufenthalt erleichtert werden kann. Resultate der Behandlung und vor allem auch des eigenen Handelns sind öfter und deutlicher sichtbar und spürbar als viele annehmen würden; und jedes Mal eine ganz fantastische Erfahrung!

Zusammenfassend kann ich also nur nochmal hervorheben, wie zufrieden ich mit meinem Entschluss bin, das Studium zunächst mal für die Ausbildung zurückgestellt zu haben und freue mich auf die kommenden Ausbildungsjahre. Dank der Fülle an interessanten Lerninhalten, der großen Bandbreite an Möglichkeiten, sich in der Pflege weiterzuentwickeln und der Gewissheit, nahezu jeden Tag etwas Neues erleben zu können, bin ich sicher, dass keine Langeweile aufkommen wird.

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