Blog St. Vincenz

Monatsimpuls

Monatsimpuls von Schwester M. Katharina Mock, Generaloberin der Vincentinerinnen

Sehr geehrte liebe Leserinnen und Leser,

gerade biegen wir mit Beginn des Monats Dezember auf die Zielgerade des Jahres 2020 ein. Ihnen allen sende ich herzliche Grüße der Verbundenheit. Es geht ein Jahr zu Ende von dem vermutlich niemand für möglich gehalten hätte, dass es so etwas gibt. Ein kleines Virus bestimmt momentan das Leben, das Miteinander, die Politik, die Arbeit und vieles mehr in unserem Alltag. Auch der Krankenhausalltag wird massiv durch die Coronapandemie beeinflusst. Von den Mitarbeitern wird ein hohes Maß an Einsatz und Verantwortung gefordert. Schon in der ersten Welle der Coronapandemie hat der Rockmusiker Sebel ein Lied mit folgendem Text geschrieben:

„Es traf uns wie ein Schlag ins Gesicht aus ´nem fiesen dunklen Hinterhalt erst Einen, dann Zwei dann gleich Tausende und es ist kein Ende in Sicht Auch der Kiosk um die Ecke macht die Schotten dicht

Ich weiß es tut weh doch anders geht es nicht Doch ich glaub das sich grade was Großes tut Zwischen hier und dem Ende der Welt Nichts bleibt wie es war, die Weichen werden neu gestellt Ich bleib Optimist und ich geb´ nicht auf Am Ende kommt bestimmt was Gutes raus

Ref.: Wir können etwas schaffen wenn wir als Menschen Das Große und Ganze sehen Und in den Kampf gehen gegen das Virus weil wir alle zusammen stehen Es geht ein Gespenst um die Welt Und es ist scheißegal ob arm oder reich Ob schwarz oder weiß Jedes verlorene Leben ist ein zu hoher Preis Auch wenn es droht, dass es alles auseinander reißt Könnt es sein, dass es uns alle zusammenschweißt Ich glaube an das Gute und ich hör´ damit nicht auf“

Corona bringt Menschen auf Abstand. Aber ich denke, dass der Musiker Sebel recht hat, wenn er schreibt, dass wir dieses Gespenst nur besiegen können, wenn wir zusammenstehen und an das Gute glauben und damit nicht aufhören.

In wenigen Tagen feiern wir Weihnachten. Es ist das Fest, an dem wir uns an die Geburt Jesu erinnern, der als Gott mit uns in diese Welt gekommen ist, um sich einzulassen auf unsere menschliche Begrenztheit von Raum und Zeit. Jesus hat den Gott der Liebe verkündigt, der mit uns geht in Freude und Hoffnung, aber auch in Trauer und Angst. Ich wünsche Ihnen allen Kraft und Mut für alle Herausforderungen der kommenden Zeit.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien trotz aller Einschränkungen, die nötig sind, um die Coronainfektionen zu verringern, ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.

Ich wünsche der ganzen Dienstgemeinschaft unseres Krankenhauses, dass sie Zusammenstehen im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie und dass diese Zeit Sie alle in der Dienstgemeinschaft nachhaltig zusammenschweißt. Mit Sebel glaube ich an das Gute und hör damit nicht auf.

Ihre Schwester M. Katharina

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