Blog St. Vincenz

Monatsimpuls

Von Schwester M. Katharina Mock, Generaloberin der Vincentinerinnen

Liebe Leserinnen und Leser,

mit Beginn des neuen Monats treten wir ein in die zweite Jahreshälfte. Es ist eine Zeit um einerseits auf das erste Halbjahr zurückzuschauen und andererseits den Herausforderungen der zweiten Jahreshälfte mit Mut und Zuversicht entgegenzutreten.

Im neuen Gotteslob steht ein im Jahr 1978 von Detlev Block gedichteter Text, der sich mit dieser Thematik beschäftigt und der viele Anregungen gibt für unseren Alltag und unser Leben mit Gott.

„Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut,
Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn.
Lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin.

Kaum ist der Tag am längsten, wächst wiederum die Nacht.
Begegne unseren Ängsten mit deiner Liebe Macht.
Das Dunkle und das Helle, der Schmerz, das Glücklichsein
nimmt alles seine Stelle in deiner Führung ein.

Das Jahr lehrt Abschied nehmen schon jetzt zur halben Zeit.
Wir sollen uns nicht grämen, nur wach sein und bereit,
die Tage loszulassen und was vergänglich ist,
das Ziel ins Auge fassen, das du, Herr, selber bist.

Du wächst und bleibst für immer, doch unsere Zeit nimmt ab.
Dein Tun hat Morgenschimmer, das unsere sinkt ins Grab.
Gib, eh die Sonne schwindet, der äußre Mensch vergeht,
dass jeder zu dir findet und durch dich aufersteht.


Das Leben mit dem Coronavirus hat wesentlich unser Leben im zurückliegenden ersten Halbjahr 2020 bestimmt. Auch in den nächsten Monaten wird uns dieses Thema mehr oder weniger begleiten.
Im Text von Detlev Block ist uns gesagt: „Das Dunkle und das Helle, der Schmerz, das Glücklichsein nimmt alles seine Stelle in deiner (Gottes) Führung ein.“
Der Text endet mit einer Bitte an Gott: „Gib, eh die Sonne schwindet, der äußre Mensch vergeht, dass jeder zu dir findet und durch dich aufersteht.“

Ich wünsche Ihnen den Glauben und die Zuversicht, dass unser Leben in Gottes Liebe und Führung geborgen ist und dass sie getragen von solcher Zuversicht, mutig alle Herausforderungen der zweiten Jahreshälfte angehen.
Allen, die bald in den wohlverdienten Urlaub gehen wünsche ich gute und erholsame Tage und Ihnen allen:
Bleiben Sie gesund.

Ihre

Schwester M. Katharina

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