Blog St. Vincenz

Louis ist jetzt „großer Bruder“ – Tagebuch über die ersten Monate im Leben des kleinen Vincent

Kati, Mutter von Louis, hat einen zweiten Sohn in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise geboren. Hier lässt sie uns teilhaben an ihrem Leben mit zwei Söhnen.

Das beliebte Tagebuch (Louis Tagebuch Reloaded) wird fortgeführt. Denn es gibt Neuigkeiten: Louis hat einen kleinen Bruder bekommen! Kati berichtet uns nun über den kleinen Vincent, der Anfang November das Licht der Welt erblickte.

7. Monat: Vincent rock(er)t!

8,7 kg, 71cm Körperlänge und 49 cm Kopfumfang sind die beeindruckenden Maße, die Vincent vor einer Woche bei der U5 an den Tag gelegt hat. Der kleine Mann steht definitiv „gut im Futter“, wie Opa es formulieren würde. ;-) Und tatsächlich präsentiert sich Vincent weiterhin als guter Esser. Der Mittagsbrei ist längst etabliert und unser kleines Fressmaschinchen verschlingt zu unserer Freude alles, was man ihm anbietet. Auch der Abendbrei läuft schon wie geschmiert und wird in der Regel bis auf den letzten Löffel verputzt.
Die Energie braucht der kleiner Sportler auch. Denn inzwischen macht er lupenreine Liegestützen, geht in den Vierfüßlerstand und rockert dabei immer souveräner vor und zurück. In Bauchlage kreiselt er um die eigene Achse und schiebt sich rückwärts meterweit durch die Gegend. Dabei parkt er dann auch schon mal unter dem Badezimmerschrank ein. Nur das Ausparken wird dann schwierig, denn den Vorwärtsgang hat Vincent noch nicht gefunden. Das frustriert ihn manchmal mächtig. So schimpft er z.B. lautstark, wenn der heiß begehrte Becherturm einfach nicht zu erreichen ist, obwohl ihn nur wenige Zentimeter davon trennen. Türme umstoßen gehört im Moment übrigens zu Vincent Lieblingsbeschäftigungen, ebenso wie das „Kuckuk“-Spielen und auf dem Arm auf und ab hopsen. Abgesehen von diesen kleinen Frustrationsmomenten ist Vincent jedoch ein kleiner Sonnenschein und großer Flirter. Wer ihn freundlich anlächelt, wird mit einem Strahlen belohnt – besonders blonde Damen. Da scheint er eine Vorliebe zu haben.
Darüber hinaus ist Vincent ein richtiges Plappermäulchen und bringt ein zuckersüßes „hi there“ - so interpretieren wir es einfach mal – zustande. Außerdem übt er fleißig Silben wie bä-bä-bä-bä und ba-pa. An Ma-ma und Lou-is arbeiten wir noch. ;-)
Natürlich beinhaltet unsere 7-Monats-Mail auch ein Update zum aktuellen Zahnstatus: Die vier Schneidezähne oben sind endlich durch! Gefühlt innerhalb von zehn Tagen, weshalb ich zum Thema „Nachtschlaf“ wohl nichts weiter sagen muss. Eine Pause scheint noch nicht in Sicht, es geht nahtlos weiter: Auch die äußeren Schneidezähnen unten wollen ans Tageslicht.
Neben diesen Infos zur kindlichen Entwicklung waren die letzten Wochen für unsere Familie zauberhaft erlebnisreich: Am 10. Mai wurde Vincent im Rahmen eines wunderschönen Hofgottesdienstes an Christi Himmelfahrt unter freiem Himmel getauft. In Papas  Taufkleidchen war Vincent ein Vorzeigetäufling, hat im Gottesdienst erst eine Runde geschlafen und war bei dem großen Ereignis dann aufmerksam und zufrieden. Über Pfingsten ging es dann nach Hamburg. Zeit für Vincents erste Hafenrundfahrt und den ersten Besuch bei Hagenbecks. Ende Mai kam der kleine Mann dann für eine Woche in den Genuss der ungeteilten Aufmerksamkeit seiner Eltern, während Louis mit Oma, Opa und seinem Cousin eine Woche auf Spiekeroog verbracht hat. Beim Wiedersehen hat Vincent Augen und Mund vor Staunen und Freude weit aufgerissen und dann über das ganze Gesicht gestrahlt. Endlich war er wieder da, der große Brudi.

 

6. Monat: Eins, zwei, Brei

Ausgerechnet zum Halbjährigen kommt Vincents Bericht mit Verspätung. Dabei war der 5.5. so ein schönes Datum für das 6monatige Jubiläum. Und reichlich passiert ist in den letzten vier Wochen auch, an mangelndem Stoff hat es also nicht gelegen.
Unser Nordsee-Urlaub war wirklich schön. Bei grandiosem Wetter, bei dem Vincenz zum ersten Mal seine Sommeroutfits präsentieren konnte, haben wir die frische Seeluft genossen und uns - zumindest tagsüber - wunderbar erholt. Nachts hat Vincent  für reichlich Turbulenzen gesorgt. Alle 1,5 bis 2 Stunden hat er sich gemeldet und ist sogar für die gesamte Urlaubszeit wieder in mein Bett eingezogen. Unser aufmerksames Kind musste die vielen Urlaubseindrücke wohl leider nachts verarbeiten. Hinzu kommt, dass das Thema "Zahnen" hoch aktuell bleibt. Zwar sieht man noch keine neuen weißen Spitzen blitzen, jedoch scheint sein Kiefer förmlich zu explodieren. Wir haben den Verdacht, dass Vincents Zahnfleisch bis hin zu ersten Backenzähnen geschwollen ist. Dauersabbern und das Knabbern an Fingerchen und Spielzeug sind zusätzliche Indizien für das Zahnen. Da möchte man wirklich nicht mit dem kleinen Mann tauschen. Wir hoffen einfach, dass Vincent - und auch wir - bald eine Zahnpause bekommen. Die neuen Beißerchen fürchten wir übrigens jetzt schon, denn Vincent hat uns auch mit nur zwei Zähnen schon ordentlich traktiert: Papa hat ihm leichtsinnig seine Nase zum Anknabbern hingehalten, Louis ebenfalls manchmal gefährlich und beim Stillen werde ich regelmäßig gebissen.

Doch auch losgelöst vom Thema Zähne ist bei uns viel los: Vincent ist in letzten Wochen noch aktiver geworden. Auf seiner Krabbeldecke findet man ihn selten länger an dem Platz, an dem man ihn abgelegt hat, er hat einen ganz eigenen "Hüft-Move" entwickelt (ähnlich einer Brücke) und seit ein paar Tagen dreht er sich nicht nur aus der Bauchlage auf den Rücken, sondern auch vom Rücken auf den Bauch. Zwar setzt er dieses Können bislang nur dosiert und selten vor Publikum ein, aber die Bewegung an sich wird immer geschmeidiger. Auch stemmt sich Vincent in Bauchlage nun richtig mit den Ärmchen hoch, zieht die Knie nach vorn und macht den "Schwimmer" - erste Krabbelvorübungen. Wir sind gespannt, wie lange es noch dauert, bis Vincent sein Zuhause auf eigene Faust erobern wird. Neben seinen Aktivitäten an Land, bleibt auch das Wasser Vincents Element. Beim Babyschwimmen hat er letzte Woche völlig entspannt seinen ersten Tauchgang gemeistert. Und im Urlaub war es für beide Kinder eine große Freude, das Schwimmbad, das zum Haus gehörte, so oft wie möglich zu besuchen.
 
Ansonsten beschäftigt sich Vincent mit Vorliebe mit den Dingen, die er um sich herum zu greifen kriegt. Egal ob Socken, Lederpuschen, Schnullerkette, Cremetube, Feuchttücher oder Spielzeug, was er in die Finger kriegt wird ausgiebig untersucht. Wie sich das für Babys gehört in der Regel mit dem Mund. Auch liebt Vincent fließende Bewegungen, wie Tanzen, Luftballons schwenken oder vor ihm auf und ab hüpfen. Solche Aktivitäten entlocken ihm ein herzliches Lachen. Auch wenn Vincent derzeit etwas anspruchsvoller wird und öfter beschäftigt werden möchte, ist er tagsüber in der Regel zufrieden und vergnügt.
Jüngstes Highlight in seinem Leben, war nach dem Urlaub der erste Löffel Brei, "weiße Möhre". Den fand der kleine Feinschmecker richtig gut. Begeistert hat er sein Mündchen aufgerissen und das köstliche Gemüse vom Löffel geschlabbert.

Mal sehen, wann er seine erste volle Portion schafft. Wir werden berichten.

5. Monat- Mittendrin statt nur dabei

Die Zeichen in unserem Hause stehen auch weiterhin auf Müdigkeit. Vincent schläft immer noch nicht wirklich besser, fordert mindestens zweimal pro Nacht die Brust und ist auch zwischendrin oft unruhig. Dann heißt es Schnuller reichen oder Händchen halten. Da auch das Einschlafen tagsüber eher noch schlechter geworden ist, haben wir nun mit dem „Schlaftraining“ begonnen. Zum Mittagsschlaf und auch abends bis wir ihn mit ins Elternschlafzimmer nehmen, geht es für Vincent nun ins eigene Bett in sein Zimmer. Mit festem Ritual heißt es für uns viel Geduld aufzubringen, um den Junior mit möglichst wenigen Ehrenrunden ins Land der Träume zu befördern.
 
Wenn man auf die Rahmenbedingungen schaut, ist Vincent sein Schlafverhalten allerdings durchaus zu verzeihen. Nachdem unten inzwischen die ersten beiden Zähne durch sind, kommen oben gleich vier weitere auf einmal. Außerdem wird der kleine Mann immer wieder von Blähungen geplagt, wogegen uns die Kinderärztin nun Tropfen verschrieben hat. Und zu guter Letzt kam noch der erste Erkältungsinfekt mit heftigem Fieber hinzu. Ausgerechnet als wir bei Oma und Opa zu Besuch in Bonn waren. Sightseeing mit Kind heißt wohl, sonntags in fremden Städten den kinderärztlichen Notdienst aufzusuchen. Den in Bonn – am Venusberg mit wunderschönem Blick über die Stadt – können wir sehr empfehlen. ;-)
 
Sightseeing scheint ohnehin Vincents Ding zu sein. Er will was sehen von der Welt, der kleine Mann. Im Kinderwagen am Rand zu stehen macht ihn nicht glücklich. Als ich mich beispielsweise meiner neuen Rolle als Gärtnerin widmen wollte, hat Vincent nicht eher Ruhe gegeben, bis ich ihn aus dem Kinderwagen auf einen Liegestuhl umgebettet habe. Von dort aus hatte er das Geschehen fest im Blick und war zufrieden. So liebt er auch den Babyaufsatz an seinem Hochstuhl, der ihm ermöglicht, dem Küchengeschehen beizuwohnen oder mit am Esstisch zu sitzen. Überhaupt ist Vincent ein aktiver junger Mann. Nachdem der erste Kurs (Babymassage) abgeschlossen ist, geht es nun zum Babyschwimmen. Das findet er großartig, Wasser scheint sein Element zu sein: er plantscht begeistert, streckt in Rückenlage die Beinchen in die Luft und zeigt keinerlei Scheu. Darüber hinaus begleitet er mich zum „Kanga“, ein Sportkurs mit Kind „vor der Brust“. Während ich bei den Übungen und Choreografien schwitze, schläft er bei aufgedrehter Fitnessmusik entspannt in der Babytrage ein. Und auch zuhause „sportelt“ Vincent mit Vorliebe, z.B. in seinem Laufstall mit dem tollen neuen Ball an seinem Spielebogen, beim Zehen festhalten oder wenn er sich wie eine Banane verbiegt, um sich umzuschauen. Die erste Drehung lässt allerdings noch auf sich warten, auch wenn er schon reichlich Vorübungen macht.
 
Die Brudis bleiben übrigens ein Dreamteam: Schmusen und Kuscheln steht auch weiterhin an der Tagesordnung, es gibt nun eine gemeinsame Abendroutine, bei der Vincent zum Vorlesen mit in Louis Bett kuscheln darf, und wenn Vincent weint oder meckert, singt Louis ihm oft etwas vor. Das freut uns Eltern wirklich sehr und lässt die „Piesack-Momente“, die es natürlich auch gibt, vergessen.

4. Monat– Unruhige Zeiten

Hinter uns liegen vier vergleichsweise unruhige Wochen. Tagsüber einschlafen ohne Fahrzeug – im Kinderwagen oder per Zufall im Auto – oder getragen werden ab nachmittags schwierig. Nachts wollte er teilweise alle zwei Stunden gestillt werden und auch dazwischen war Vincent oft noch unruhig, wollte seinen Schnuller oder einfach nur Mamas Nähe. So durfte er tatsächlich vorübergehend ins Eltern-Bett einziehen. „Geht gar nicht!“, hätte es bei Louis geheißen, der solch eine „Nähekur“ zum Glück nie gebraucht hat. Denn mit Kind im Bett schlafen wir doch deutlich schlechter als sonst. Die Augenringe sind entsprechend. Im fünften Lebensmonat – also ab morgen – geht es für Vincent wieder ins Beistellbett!
Und auch ansonsten hatten wir eine turbulente Phase: Den Papa hat ein heftiger Grippaler Infekt erwischt, Louis hat sich seine zweite Platzwunde eingefangen und eine Woche später zum dritten Mal Scharlach. Ausgerechnet Karneval. Insofern kam Vincent in den Genuss einer vergnügten Karnevalsfeier. Denn um Ritter Scharlach die Trauer über die verpasste Feier in der Kita zu nehmen, wurde zu Hause geschunkelt. Doch die wilde Karnevals-Sause war in den letzten Wochen nur eines von zahlreichen Abenteuern für unseren kleinen Mann: Gemeinsam haben wir das schöne Winterwetter genossen. Dick eingemummelt haben Vincent und ich Louis so oft wie möglich mit Kinderwagen und Laufrad in die Kita gebracht oder abgeholt. Eine super Gelegenheit, die Schwangerschaftspfunde zu bekämpfen und den Kindern reichlich natürliches Vitamin D zu verabreichen. Darüber hinaus waren Vincent und ich auf Reisen: Ein Tagesausflug nach Hannover, um die lieben Verwandten zu besuchen und den Patenonkel in spé kennenzulernen, stand ebenso auf dem Programm wie ein Kurztrip nach Köln mit dem Zug zum Mädelswochenende, dem Vincent als „Quotenmann“ beiwohnen durfte.
Ebenso rasant verlief Vincents Entwicklung in den letzten Wochen. Vincent ist viel aufmerksamer geworden, was gleichzeitig bedeutet, dass er sich – z.B. beim Stillen – viel schneller ablenken lässt. Er greift sich gezielt Dinge aus seinem Umfeld, die inzwischen allesamt mit dem Mund untersucht werden. Gleichzeitig wird er immer „mobiler“. Er stemmt sich oft mit den Beinchen ab und auch die erste Drehung wird vermutlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Außerdem ist der erste Zahn durch!
Zum Abschluss des vierten Lebensmonats stand heute dann noch die U4 auf dem Programm. Die hat Vincent mit Bravour „bestanden“ und glänzt dabei mit beeindruckenden Maßen: 7.550 g Körpergewicht auf 65,5 cm Größe. Damit liegt er tatsächlich ein gutes Stück über dem Durchschnitt.
Die Brüder bleiben bis auf weiteres übrigens ein Dreamteam: Louis führt Vincent liebevoll in seine Welt ein. Er „liest“ ihm vor, bringt ihm Puzzeln bei, verkleidet ihn als Baby-Bob und fasziniert ihn mit der Kugelbahn. Selbst vor dem Windel wechseln schreckt Louis nicht zurück und forderte kürzlich seinen ersten „selbständigen“ Einsatz am Wickeltisch. Nicht ohne Vincent vorher mit seinen Handschuhen gegen kalte Finger auszustatten. Wir sind gespannt, wie lange es mit zwei Jungen so harmonisch bleibt! Wir werden berichten.

3. Monat – Impfbeschuss und „Schimmelzunge“

In seinen vierten Lebensmonat startet Vincent mit über 6.600 Gramm und einer geballten Ladung Antikörper. Denn letzte Woche Freitag stand der erste Impfbeschuss an: 6fach-Impfung, Pneumokokken und gleich noch die zweite Runde Rotaviren. Das war zu viel für unseren kleinen Mann und er stand nachmittags völlig Kopf. Wir vermuten, die Rotaviren-Impfung ist „schuld“. Denn Vincent schien von übelsten Bauchschmerzen geplagt. Er weinte und schrie bitterlich und war kaum zu beruhigen, selbst an Mama gekuschelt im Tragetuch ist er nicht wirklich zur Ruhe gekommen. Ein Ibu-Zäpfchen hat schließlich geholfen. Auch die Spritzen selber fand Vincent doof und hatte keine Lust, diesen heldenhaft zu begegnen: Er hat sich lauthals und nachhaltig über die Pikser beschwert. Doch glücklicherweise war es mit dem heftigen Nachmittag getan. Die gefürchtete Nacht blieb ganz normal. Somit lautet das Fazit für das erste richtige Impfereignis: kurz, aber heftig.
Ein zweites medizinisches Rätsel gibt Vincent uns auch auf, dunklen Belag auf der Zunge. Sieht aus, als wäre Schimmel darauf. Die erste Vermutung des Kinderarztes lautete Soor, wobei die dunklen Flecken dazu nicht richtig passten und auch die Behandlung gegen Soor diese nicht wirklich verschwinden ließ. Die zweite Diagnose, die uns von der Beschreibung her auch schlüssiger erscheint, lautet „Haarzunge“. Von der Sache her harmlos, exakte Auslöser unbekannt und irgendwann verschwindet es wohl von allein. Aber zum Glück lässt sich der komische Belang mit einer Zahnbürste herunter schrubben. Vincent hat diese Prozedur tiefenentspannt über sich ergehen lassen und glänzte danach mit einer rosa-roten Zunge. Doch jetzt kommen die Stellen wieder. Mal sehen, wie lange uns dieses Thema wohl begleiten wird.
Ansonsten hat Vincent im Januar seine erste Kurzreise gemacht. Zusammen mit Louis und Mama ging es für ein paar Tage zu Oma und Opa nach Bonn. Hochwasser gucken und noch wichtiger: Zeit mit dem Besuch aus Amerika verbringen, der einen Deutschland-Stop eingelegt hatte. Vincent ist ein guter Autofahrer und hat sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt fast die ganze Zeit über geschlafen. Restaurant-Besuche findet er dagegen noch nicht so toll und macht da gern auf sich aufmerksam. Dank weltbestem Baby-Schaukler Bill, bin ich schließlich doch noch in den Genuss meines Essens gekommen.
Was seine Entwicklung angeht, wird Vincent immer aktiver: er hat nun endgültig sein Fäustchen entdeckt und lutscht begeistert daran herum, fängt an Sachen festzuhalten, schubst begeistert die Spielzeuge an seinem Spielbogen hin und her und strampelt fröhlich mit Ärmchen und Beinchen. Manchmal drückt er sich sogar mit den Fersen ab und wandert dabei in Rückenlage nach vorne. Gern schläft er nach so einem Workout erschöpft in seinem Laufstall ein. Offensichtlich ist Vincent ziemlich kitzelig und lacht lauthals, wenn man ihn ordentlich killert. Auch „sprachlich“ geht es steil bergauf. Vincent gibt immer mehr verschiedene Laute von sich und erzählt auf diese Weise schon ganze Romane. Unterhaltungen und Monologe mit und ohne Schnuller im Mund, kein Problem. Wir sind gespannt, ob er genau so ein Plappermäulchen wird, wie sein großer Bruder. Wir werden berichten!

2.    Monat- Frohes neues Jahr!

Vincent entwickelt sich prächtig. Inzwischen bringt er ca. 6 kg auf die Waage, rudert fröhlich mit Ärmchen und Beinchen, entdeckt dabei die Klänge seiner Rasselsöckchen und fängt an fröhlich vor sich hin zu brabbeln. Im Babyaufsatz seines Kinderstuhls hat er pünktlich zum Nikolaustag am ersten Familienabendessen teilgenommen – als stiller Beobachter sozusagen. Darüber hinaus findet Vincent langsam Vergnügen an seinem Spielbogen. Doch sein Lieblingsspielzeug bleibt das Mobile über seinem Wickeltisch. Es entlockt ihm regelmäßig ein Strahlen über das ganze Gesicht, vergnügtes Glucksen und heute zum ersten Mal ein richtig lautes Lachen. Auch liebt Vincent Musik: Begleitet von ruhigen Weihnachtsliedern, abgespielt von iPad oder Handy, beruhigt er sich schnell und döst dabei meist zufrieden ein. Jetzt heißt es adäquate Alternativen zu finden. Denn Weihnachtsmusik als Dauerlösung gefällt uns Eltern im Jahresverlauf nicht so gut.


Die turbulenten Weihnachtstage hat Vincent gut überstanden. Im Laufstall neben dem Weihnachtsbaum hat er dem großen Bruder beim Geschenke auspacken zugesehen oder geschlafen. Auch sein erstes Silvester hat er in der Babytrage an Mama gekuschelt gut mitgemacht und die Knallerei in dieser Position unter der kuscheligen Winterjacke glatt verschlafen. Es folgte jeweils ein unruhiger Tag – verständlich nach dem Trubel.
Ansonsten scheint Vincent gelegentlich von Bauchschmerzen geärgert zu werden. Glücklicherweise meist nur kurz. Auch abendliche Unruhe bleibt immer wieder ein Thema. Darüber hinaus fängt er an zu „sabbern“ und am Fäustchen zu lutschen. Wir sind gespannt, was es damit auf sich hat. Immerhin hat Louis mit 13 Wochen die ersten Zähne bekommen.


Louis ist übrigens auch weiterhin ein toller und ganz stolzer großer Bruder: „Schön, dass Du da bist“, betont er Vincent gegenüber (O-Ton), lässt ihn regelmäßig an seinen Lebensweisheiten teilhaben, meist eingeleitet mit: „Weißt Du, Vincent, …“ und überhäuft ihn mit Küsschen. Beim Bauchlagetraining motiviert er seinen Bruder und Dinge, die er in der Kita malt oder bastelt sind in der Regel für Vincent. Man könnte glatt eifersüchtig werden. ;-)

1.    Monat – Perfektes Vorzeigebaby mit leichten Abzügen in der B-Note

Vincent präsentiert sich als meist tiefenentspanntes, zufriedenes und pflegeleichtes Baby. Leichte Abzüge in der B-Note gibt es lediglich bei seiner „Zu-Bettgeh-Zeit“: Wenn wir Eltern beschließen uns zur Nachtruhe zu begeben, ist Vincent noch lange nicht müde. Gerne ist er dann schon mal bis Mitternacht oder darüber hinaus fit und hat dann auch seine unzufriedene Phase. Auch tagsüber findet Vincent, abgesehen von seinem Morgenschläfchen, nicht immer von alleine in den Schlaf. Er lässt sich dann gern mal über mehrere Runden minutenlang im Stubenwagen ins Land der Träume schieben oder holt sich zum Einschlafen noch einen Schluck aus der Brust. Für einen Neugeborenen legitim, finden wir. Neben dem Stubenwagen fühlt sich Vincent zum Glück auch in seinem Kinderwagen und im Auto wohl. Ein echtes Vorzeigebaby.


In seiner kurzen Lebenszeit hat der kleine Mann schon eine rasante Entwicklung hingelegt, die auch der Kinderarzt heute bei der U3 bestätigt hat. Vincent hat bereits über ein Kilogramm zugelegt, wiegt nun 4.890g und ist auf 57cm gewachsen. Folglich passen bereits die ersten (klein ausfallenden) Babysachen in Größe 62. Da freut sich die Mama, denn damit wird die Kleiderauswahl immer größer. Ansonsten wird Vincent immer wacher, hat länger die Augen offen und beobachtet seine Umwelt zunehmend aufmerksam. So stößt auch das Mobile über seinem Wickeltisch langsam auf Interesse. Er beeindruckt durch ein immer größeres Repertoire an Gesichtsausdrücken und übt fleißig seinen Kopf selber zu halten. Weniger Vergnügen bereitet ihm das Training in Bauchlage, aber da muss er durch.


Louis ist übrigens ein toller großer Bruder: er sucht häufig die Nähe zu „Brudi“, wie er Vincent anfänglich fast ausschließlich nennt, möchte ihn schmusen und küssen und benennt ihn sogar als Tröster Nr. 1, wenn er traurig ist: „Vincent soll mich trösten!“ Bei einem Besuch in der Kita präsentiert er seinen Bruder stolz: „Max, möchtest Du mal Vincent sehen?“ fordert er seinen Kumpel aufgeregt auf.

 

 

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