Blog St. Vincenz

Ein Jahr als "Bufdi" im St. Vincenz-Krankenhaus

Bald endet Oliver Obermeiers „Bufdi“-Jahr im St. Vincenz-Krankenhaus. In seinem Beitrag schildert er uns seine Erfahrungen:

Als ich mit dem Bundesfreiwilligendienst anfing, war ich mir unsicher, wie das Jahr wohl verlaufen wird. Aber zu diesem Zeitpunkt war mir auch noch nicht klar, wie viel es in einem Krankenhaus zu tun gibt und was es dort für vielfältige Aufgaben und Berufsgruppen gibt. So viel kann ich vorab verraten: Langweilig wurde es nie.

Die ersten Tage in der Einarbeitung vergingen wie im Flug. Zuerst musste ich auch lernen, mich in den verwinkelten Gängen und den Krankenhausfluren zurechtzufinden. Aber das klappte von Tag zu Tag besser.
Nach nur zwei Wochen im St. Vincenz-Krankenhaus hatte ich dann auch schon mein erstes Seminar, welches von der Caritas gestellt wurde. Das Seminar zuerst skeptisch betrachtend fuhr ich mit einem anderen „Bufdi“-Kollegen nach Holzen, um an dem Seminar „Politische Bildung“ teilzunehmen. Schnell war mir klar, dass es bei den Seminaren nicht nur um das Lernen geht, sondern die Zusammenarbeit in der Gruppe im Vordergrund steht. Das hat mir wirklich richtig gut gefallen! Die Seminare haben immer unterschiedliche Themen. Sie sind so gestaltet, dass sie dem Freiwilligen in der beruflichen Zukunft helfen werden. Eines der so genannten Projektseminare ging zum Beispiel um die Findung eines Ausbildungsplatzes bzw. eines geeigneten Studienplatzes.

Wieder im St. Vincenz-Krankenhaus angekommen, ging es dann mit Materialtransporten los und der erste Patiententransport ließ auch nicht lange auf sich warten. Zuvor wurden wir natürlich in einem Erste-Hilfe-Kurs darauf vorbereitet. Am Anfang war ich noch sehr aufgeregt. Aber auch das legte sich schnell.
Eine mir persönlich sehr wichtige positive Erfahrung habe ich mit dem Team des Zentralen Transportdienstes gemacht (aber natürlich auch mit allen anderen ;)). Schnell habe ich unter den vielen anderen „Bufdis“ neue Freunde gefunden und auch die lockeren Gespräche mit den Pflegern und Pflegerinnen haben mir jeden Tag Spaß gemacht – das erleichtert dann natürlich auch jeden Morgen das frühe Aufstehen! Apropos Aufstehen, ein weiterer Punkt dem ich zuerst kritisch gegenüber stand. Der Schichtdienst klingt zu Beginn hart und zugegeben erschwert er einem zu Anfang durchaus das Planen der Freizeit. Jedoch habe ich mich sehr schnell an die unterschiedlichen Schichten gewöhnt. Diese Erfahrungen werden mir bestimmt noch nützlich sein.

Kurzum: Ein Jahr als „Bufdi“ ist eine tolle Erfahrung für jeden, der sich vorstellen kann, später im Krankenhaus zu arbeiten. Man kann sich einfach sehr gut ein Bild von dem Krankenhausalltag machen und abwägen, in welche Richtung es später einmal gehen soll.

Das Ende meines „Bufdi“-Jahres rückt nun immer näher. Trotz meiner anfänglichen Sorge, ob ein Bundesfreiwilligendienst für mich das richtige ist, habe ich meine Entscheidung keinen Tag bereut. Für mich war das Jahr ein wichtiger Schritt nach vorne!

Mehr zum Thema erfahrt ihr hier: www.vincenz.de/bfd

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