Blog St. Vincenz

"Das habt ihr für mich getan"

Tamara Fleischer, Marketing, über den Gottesdienst zum Fest des Heiligen Vincenz

Das Fest des hl. Vincenz wird in unserer GmbH in jedem Jahr zusammen mit den Mitarbeitern in einem Gottesdienst gefeiert. Dieses Mal gab es einen ganz besonderen Mitarbeiter-Gottesdienst: es ging darin um  „Die 7 Werke der Barmherzigkeit“. In einem Gottesdienst-Vorbereitungsgespräch hatten wir uns mit Fragen auseinander gesetzt wie: wo findet man „Barmherzigkeit im Krankenhaus?“ und  „wie wird Barmherzigkeit im Krankenhaus gelebt?“. Wir stellten dabei fest, dass nicht wenigen Kollegen gar nicht bewusst ist, dass das was sie jeden Tag bei ihrer Arbeit im Krankenhaus tun, gelebte Barmherzigkeit ist. Also ging es uns in dem Gottesdienst darum, den Kollegen dafür zu danken und noch einmal aufzuzeigen, dass schon ein Lächeln „Barmherzigkeit“ sein kann; oder wie der hl. Vincenz es sagte: „Herzlichkeit ist die kleine Münze der Liebe.“ Das bedeutet, dass Freundlichkeit und Herzlichkeit eine große positive Wirkung haben können.

Gegen kurz vor 14 Uhr füllte sich die große Kirche im Mutterhaus der Vincentinerinnen, die direkt neben dem Krankenhaus liegt (und sogar direkt damit verbunden ist). Knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Krankenhauses waren gekommen. Wie so viele Menschen, die eine Kirche betreten, wirkten sie alle sehr ruhig. Nur die Dienstkleidung einiger verriet, dass sie gerade mitten aus dem Arbeitsprozess „herausgesprungen“ waren. Alle nutzten den Gottesdienst zur Einkehr und zum Innehalten.

Der Gottesdienst begann. Höhepunkt war das Anspiel unserer Pflegeschüler/innen (der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege), in dem „die Werke der Barmherzigkeit im Krankenhaus“ gezeigt wurden. Schon von den Proben wusste ich, dass dieses den Schülern sehr gut gelungen war.

Nun zeigten sie die Szenen wie zum Beispiel eine Visite, eine Arztbesprechung und eine  Pflegesituation im Krankenzimmer. Dabei machten sie jeweils deutlich, wie hier barmherziges im Vergleich zu nicht-barmherzigem Handeln aussehen kann. Insbesondere zeigten sie dabei auch auf, wie sich Menschen fühlen, die fremd, krank oder behindert sind, und wie groß die positive Wirkung von Gesten und Mitgefühl sein kann. Am Ende des Anspiels machten die Schüler noch einmal klar, dass wir alle im Krankenhaus jeden Tag Hoffnung geben können durch unser Handeln. Sinnbildlich zündeten sie Teelichter im Altarbereich an und gaben diese weiter in die Bänke. Jeder entzündete seine Kerze am Licht des anderen, was die Übertragung von etwas Positivem, vom einen auf den anderen, direkt spürbar und erfahrbar machte.

Viele lobten im Anschluss das Anspiel der Schüler, und die Schulleiterin war sich sicher, dass auch bei den Schülern die Botschaft durch diese Projektarbeit viel nachhaltiger in Erinnerung bleiben wird, als nach einem rein theoretischen Unterricht zu diesem Thema.

Pater Ernst gab allen Gottesdienstteilnehmern im Rahmen eines Segensgebetes mit auf den Weg:
Herr, segne unsere Hände,
dass sie behutsam seien,
dass sie halten können
ohne zu Fesseln zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass ihnen innewohne die Kraft
zu trösten und zu segnen.

Schließlich gingen alle zum abschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken rüber in die Cafeteria des Krankenhauses. Bei gemeinsamem Kaffee und Kuchen konnten alle noch einmal die starke Gemeinschaft der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH spüren und daraus Kraft schöpfen; bevor es wieder zurück an den Arbeitsplatz ging.

Hier geht es zum Video, das einen Ausschnitt des Vincenz-Gottesdienstes zeigt. Inhaltlich geht es in dem Videoclip hauptsächlich um das Anspiel unserer Schüler/innen zum Thema "Barmherzigkeit im Krankenhaus":

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