Blog St. Vincenz

Befund: gutartig - Die meisten Knoten in der Brust sind kein Krebs

Jutta L. (Name von der Redaktion geändert), Patientin, berichtet über ihre Behandlung in unserem Brustzentrum

Ambulanz des Brustzentrums

Nun ist es also auch mir passiert! Beim Duschen ertaste ich einen Knoten in meiner linken Brust. Langsam steigt ein ungutes Gefühl in mir hoch. Was tue ich jetzt? Natürlich melde ich mich zuerst bei meiner Gynäkologin. Die schickt mich zur Mammographie in eine radiologische Praxis und rät mir außerdem, mich sofort im Brustzentrum Paderborn anzumelden. Ich rufe im Brustzentrum Paderborn an und bekomme schon eine Woche später einen Termin. Eine freundliche Stimme am Telefon sagt, ich möge bitte eine CD der Mammographie mitbringen. Die folgende Woche zieht sich wie Kaugummi. Ich taste immer wieder den Knoten, der mich zunehmend beunruhigt.

Endlich, der Behandlungstag. Bringen wir es hinter uns, sage ich mir. 8 Uhr. Eine freundliche Dame im Brustzentrum nimmt meine Personalien auf und fragt mich, welche Medikamente ich nehme, ob ich schon einmal operiert worden bin und ob Brustkrebs oder eine andere Krebserkrankung in meiner Familie schon einmal vorgekommen sind. Sie beruhigt mich, dass bei weitem nicht jeder Knoten bösartig ist. Im Gegenteil, die meisten seien gutartig. Um dies abzuklären, sei ich hier genau an der richtigen Stelle. Das Brustzentrum habe sehr viel Erfahrung vorzuweisen. Trotz aller Ängste gibt sie mir irgendwie ein Gefühl der Sicherheit. Danach nehme ich im Wartebereich Platz. Hell und offen ist er, aber auch die anderen Personen wirken natürlich sehr angespannt.  

Eine Ärztin bittet mich ins Untersuchungszimmer, befragt mich nochmals ruhig und verständnisvoll über meine Erkrankungen - während der Wartezeit fiel mir auch tatsächlich noch das Ein oder Andere ein - und wie mir die Veränderung in meiner Brust aufgefallen ist. Anschließend tastet sie meine Brüste, meine Achselhöhlen sowie den Halsbereich sorgsam ab und macht eine Ultraschalluntersuchung der Brust und der Achselhöhlen. Dabei fährt sie langsam cm für cm den jeweiligen Bereich mit dem Schallkopf ab. Sie wirkt ruhig und nimmt sich Zeit. Sie ignoriert meine Sorgen nicht, sondern greift diese auf und geht darauf ein. Da ich schon die Mammographie-Aufnahmen  mitgebracht habe, bespricht sie sofort das weitere Vorgehen mit mir.
 
Die Ärztin informiert mich darüber, dass für eine 100%ige Sicherheit, ob es sich bei dem Knoten um Krebs handelt oder nicht, Gewebe aus dem Knoten zur pathologischen Untersuchung geschickt werden muss. Aus diesem Grund empfiehlt sie eine „Stanzbiopsie“ der Brust.  Ich stimme dem zu, denn ohne geht es ja nun mal nicht… aber ein wenig Angst hab ich doch. Nachdem die Ärztin mich über den kleinen Eingriff aufgeklärt hat und ich zugestimmt habe, werden von ihr nach lokaler Betäubung Proben aus dem Knoten entnommen. Diese Untersuchung ist zwar sehr laut, aber eigentlich nicht schmerzhaft. Die Ärztin versichert mir, dass der Befund schon am nächsten Arbeitstag vorliegt. Ich atme auf: zum Glück muss ich nicht noch länger warten!

Der erlösende Anruf kommt am nächsten Mittag. Die Ärztin bestätigt: Es ist ein gutartiger Knoten, den ich in einem halben Jahr erneut kontrollieren lassen soll. Ich bin von ganzem Herzen erleichtert und froh. Der Knoten hatte mir einen solchen Schreck versetzt. Im Brustzentrum habe ich mich gut aufgehoben gefühlt, weil hochspezialisierte Ärzte und Fachpersonal vor Ort sind, die mich als Mensch mit meinen Ängsten respektiert haben.

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