Blog St. Vincenz

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Impuls des Monats Mai - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Gefangene besuchen“

Bei dem Werk der Barmherzigkeit, das in diesem Monat im Fokus unserer Überlegungen steht, denken wahrscheinlich die Allermeisten an hohe Gefängnismauern, Gefangenenlager, vielleicht auch an die vielen Flüchtlinge, die momentan in Griechenland festsitzen usw.
All den Menschen, die irgendwo einsitzen, sei es im Gefängnis, in Straflagern oder sonst irgendwo, sieht man die Gefangenschaft in der ein oder anderen Weise an.

Andere Formen von Gefangenschaft, die jeder und jeder von uns auch kennt, fallen nicht sofort ins Auge. Da ist der eine gefangen in seinem Alltag, weil ihm alles...

Impuls des Monats April - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Kranke besuchen“

In diesem Monat soll das leibliche Werk der Barmherzigkeit „Kranke besuchen“ besonders im Blick sein. Dieses Werk scheint sehr einfach zu sein, denn eigentlich besuchen wir doch immer, wenn wir im Krankenhaus ein Patientenzimmer betreten, Kranke. Geht man jedoch vom ursprünglichen Sinn des Wortes aus, meint das Wort besuchen weit mehr, als eine flüchtige Begegnung. Das Wort besuchen hat seinen Ursprung in dem mittelhochdeutschen Wort „suochen“ und meint so viel wie nachgehen, nachspüren. Dort wo wir etwas oder jemandem nachgehen oder nachspüren, ist das mit sehr viel mehr Interesse verbunden, als bei einem...

Impuls des Monats März - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Fremde beherbergen“

Wenn wir in diesem Monat das Werk der Barmherzigkeit „Fremde beherbergen“ in den Blick nehmen, fallen mir und wahrscheinlich auch Ihnen die vielen Flüchtlinge ein, die bei uns eine neue Heimat suchen und für die sich viele unserer Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Doch nicht nur Flüchtlinge sind Fremde im eigentlichen Sinn des Wortes. Grundsätzlich fühlen Menschen sich fremd, wenn sie irgendwo ausgegrenzt sind, wenn sie aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen werden, wenn sie die Sprache, die gesprochen wird, nicht verstehen oder wenn sie selber nicht verstanden werden. All dies kann das Gefühl von fremd...

Das Krankenhaus als Ort der Hoffnung

Sr. M. Katharina Mock, Vincentinerin und Geschäftsführerin, über menschlichen und geistlichen Beistand im Krankenhaus

Die meisten Krankenhäuser in Deutschland sind aus einer christlich geprägten Motivation heraus entstanden: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Dies setze man um, indem man seinen kranken Schwestern und Brüdern in ihrer Not beigestanden hat. Damals waren die medizinischen Heilungsmöglichkeiten bei weitem begrenzter als heute – viel mehr stand deshalb damals eine andere Hilfe im Mittelpunkt: menschlicher (auch geistlicher) Beistand! Eine Fähigkeit, die auch heute noch in Krankenhäusern gelebt wird.

In dieser christlichen Tradition steht auch die Patientenversorgung in der St....

Impuls des Monats Februar - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Nackte bekleiden“

Bei Nacktheit denkt man vielleicht zuallererst an unbekleidet sein. Aus der Bibel wissen wir, dass Gott den Menschen nackt erschaffen hat. So ist das nackt sein zunächst einmal nicht kritisch zu sehen.
Doch schon in der Geschichte vom Sündenfall wird sehr verständlich, wo die Problematik des Nacktseins zu finden ist. Deutlich wird hier dargestellt, dass Nacktsein mehr ist als ohne Kleidung sein. Nacktsein bedeutet im Sinne der Bibel schutzlos, ausgeliefert oder bloßgestellt sein.

Gerade im Krankenhausalltag gibt es sehr viele Situationen in denen es gilt, behutsam mit dem Nacktsein der...

Impuls des Monats Januar - Ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul, Mit-Begründer der Caritas

Am 8. Dezember 2015 hat Papst Franziskus bis zum Christkönigssonntag 2016 für die ganze Kirche ein Jahr der „Barmherzigkeit“ ausgerufen.
Die Trägergemeinschaft unseres St. Vincenz-Krankenhauses hat seit ihrer Gründung 1841 also vor genau 175 Jahren, die Bezeichnung „Barmherzige Schwestern“. Damit ist auch dem St. Vincenz-Krankenhaus als Einrichtung der Ordensgemeinschaft die Barmherzigkeit als Auftrag mit auf den Weg gegeben.

Barmherzigkeit ist ein in unserem modernen Sprachgebrauch wenig vorkommendes Wort, deshalb möchte ich in diesem Jahr anhand der leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit in meinen monatlichen...

"Das habt ihr für mich getan"

Tamara Fleischer, Marketing, über den Gottesdienst zum Fest des Heiligen Vincenz

Das Fest des hl. Vincenz wird in unserer GmbH in jedem Jahr zusammen mit den Mitarbeitern in einem Gottesdienst gefeiert. Dieses Mal gab es einen ganz besonderen Mitarbeiter-Gottesdienst: es ging darin um  „Die 7 Werke der Barmherzigkeit“. In einem Gottesdienst-Vorbereitungsgespräch hatten wir uns mit Fragen auseinander gesetzt wie: wo findet man „Barmherzigkeit im Krankenhaus?“ und  „wie wird Barmherzigkeit im Krankenhaus gelebt?“. Wir stellten dabei fest, dass nicht wenigen Kollegen gar nicht bewusst ist, dass das was sie jeden Tag bei ihrer Arbeit im Krankenhaus tun, gelebte Barmherzigkeit ist. Also ging es uns in dem...

Ausspruch November - Ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

Ausspruch Oktober - Ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Louise von Marillac

„Glauben Sie nicht, dass die Dinge immer so bleiben werden, wie sie jetzt sind.“       (Louise von Marillac)

Die Wahrheit, die Louise von Marillac im Zitat für diesen Monat ausspricht, erleben wir Tag für Tag. Man sagt nicht von ungefähr: nichts ist so alt, wie die Nachricht von gestern.

Mittlerweile vervielfacht sich das Wissen der Menschheit in immer kürzeren Zeitabständen.Der Rat, den Louise von Marillac uns für diesen Monat mit auf den Weg gibt lautet:

Weil die Dinge nicht bleiben wie sie sind, macht es wenig Sinn an Dingen festzuhalten, die sich nicht ändern lassen. Auch ist es müßig...

Ausspruch September - Ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Das Brot, das du einem Dürftigen reichst, vermag sein Leben nur einen Tag zu fristen. Die Art aber, wie du es reichst, kann ihm zum ewigen Heil gereichen.“ (Vincenz von Paul)

Als ich das Zitat für den Monat September fand, wurde ich an eine Geschichte erinnert, die der Dichter Rainer Maria Rilke über einen seiner Aufenthalte in Paris erzählte:

Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein anderes Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern als nur immer die Hand auszustrecken, saß die...