Blog St. Vincenz

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Impuls des Monats Dezember - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Generaloberin der Vincentinerinnen

Der Hl. Vincenz von Paul

„Für Lebende und Tote beten“

Was hat Beten mit Barmherzigkeit zu tun, so könnte man beim ersten Hören des Werkes der Barmherzigkeit für diesen Monat fragen. Die Fürbitte für Lebende, das kann ja sogar noch Sinn machen, aber auch noch für Verstorbene beten? In unserem Glaubensbekenntnis heißt es: Ich glaube an… , die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Wer in diesem Sinn betet, ist umfassend den Menschen verbunden, die er vor Gott hinstellt, über die er im Gebet mit Gott verbunden ist, auch mit den Toten. Durch das Gebet kann die Verbundenheit, d

Impuls des Monats Oktober - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Generaloberin der Vincentinerinnen

"Trauernde trösten"

Trauer bezeichnet einen emotionalen Gemütszustand, der in den allermeisten Fällen durch den Tod von nahestehenden Menschen ausgelöst wird. Im Krankenhaus gehört der Umgang mit Sterben und Tod zum Alltag dazu. Deshalb kommt es hier häufig zur Begegnung mit trauernden Angehörigen und Freunden von verstorbenen Patienten.

Wer trauert erlebt Schmerzen, die körperlich und seelisch erfahren werden. Trauernde zu trösten geschieht oftmals mehr durch Gesten und Zeichen, die Trauernden zu verstehen geben, dass sie nicht allein sind. Worte vermögen oftmals nicht zu trösten, wenn Menschen trauern. Dann hilft es zu...

Mitarbeiter präsentieren Ausstellung "Barmherzigkeit im Krankenhaus"

Interview mit Sr. M. Katharina Mock über die Ausstellungsreihe und die Bedeutung des Themas in der heutigen Zeit

Sr. M. Katharina Mock (links) mit Tamara Fleischer (Projektkoordinatorin)

Anlässlich des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit, ausgerufen von Papst Franziskus, startete die St. Vincenz-Krankenhaus GmbH im Juni eine eigene Ausstellung mit dem Titel „Barmherzigkeit im Krankenhaus“. Auf diese Weise möchten wir zeigen, wie der Aufruf des Papstes bei uns umgesetzt wird. Die Themenposter beantworten Fragen wie: Was sind die „Werke der Barmherzigkeit“? „Wie lassen sich diese auf das heutige Leben übertragen?“ Und: „In welchen Situationen ist Barmherzigkeit speziell im Krankenhaus so wertvoll?“ An anderer Stelle veranschaulichen wir Projekte und Dienste, die aktuell im Haus umgesetzt werden und die für Barmherzigkeit im...

Impuls des Monats August - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Hl. Vincenz von Paul

„Unwissende lehren“

Viele von Ihnen kennen das Wort des hl. Vincenz: „Wir sind niemals am Ziel, sondern immer auf dem Weg.“ Dieser Satz bringt zum Ausdruck, dass wir als Menschen immer auch als Lernende unterwegs sind.

Zum St. Vincenz-Krankenhaus gehören mehrere Ausbildungsstätten mit insgesamt 265 Ausbildungsplätzen. Als akademisches Lehrkrankenhaus hat das St. Vincenz-Krankenhaus darüber hinaus einen Auftrag in der Aus- und Weiterbildung von medizinischen Nachwuchskräften. Hierdurch zeigt der Krankenhausträger, wie wichtig ihm die Bildung und Ausbildung und damit auch das Wachsen und Reifen von...

Impuls des Monats Juli - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Hl. Vincenz von Paul

„Sünder zurechtweisen“

Ab der zweiten Jahreshälfte 2016 sollen in unseren monatlichen Impulsen die geistigen

Impuls des Monats Juni - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Hl. Vincenz von Paul

Die ersten sechs Werke der Barmherzigkeit, die wir in den letzten Monaten näher betrachtet haben, wurden schon in der Frühzeit der Christenheit als Umsetzung der christlichen Botschaft verstanden.

Sie gehen zurück auf die Rede Jesu vom Endgericht (Mt 25,34-46). Im dritten Jahrhundert wurde diesen sechs leiblichen Werken der Barmherzigkeit ein siebtes hinzugefügt: "Tote begraben". Die geistlichen Lehrer beriefen sich dabei auf eine Schriftstelle aus dem Alten Testament (Tob 1,17).

Bei diesem hinzugefügten Werk der Barmherzigkeit könnte auch leicht die Frage aufkommen:...

Impuls des Monats Mai - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Gefangene besuchen“

Bei dem Werk der Barmherzigkeit, das in diesem Monat im Fokus unserer Überlegungen steht, denken wahrscheinlich die Allermeisten an hohe Gefängnismauern, Gefangenenlager, vielleicht auch an die vielen Flüchtlinge, die momentan in Griechenland festsitzen usw.
All den Menschen, die irgendwo einsitzen, sei es im Gefängnis, in Straflagern oder sonst irgendwo, sieht man die Gefangenschaft in der ein oder anderen Weise an.

Andere Formen von Gefangenschaft, die jeder und jeder von uns auch kennt, fallen nicht sofort ins Auge. Da ist der eine gefangen in seinem Alltag, weil ihm alles...

Impuls des Monats April - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Kranke besuchen“

In diesem Monat soll das leibliche Werk der Barmherzigkeit „Kranke besuchen“ besonders im Blick sein. Dieses Werk scheint sehr einfach zu sein, denn eigentlich besuchen wir doch immer, wenn wir im Krankenhaus ein Patientenzimmer betreten, Kranke. Geht man jedoch vom ursprünglichen Sinn des Wortes aus, meint das Wort besuchen weit mehr, als eine flüchtige Begegnung. Das Wort besuchen hat seinen Ursprung in dem mittelhochdeutschen Wort „suochen“ und meint so viel wie nachgehen, nachspüren. Dort wo wir etwas oder jemandem nachgehen oder nachspüren, ist das mit sehr viel mehr Interesse verbunden, als bei einem...

Impuls des Monats März - ursprünglich gerichtet an unsere Mitarbeiter

Von Sr. M. Katharina Mock, Geschäftsführerin und Vincentinerin

Vincenz von Paul

„Fremde beherbergen“

Wenn wir in diesem Monat das Werk der Barmherzigkeit „Fremde beherbergen“ in den Blick nehmen, fallen mir und wahrscheinlich auch Ihnen die vielen Flüchtlinge ein, die bei uns eine neue Heimat suchen und für die sich viele unserer Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Doch nicht nur Flüchtlinge sind Fremde im eigentlichen Sinn des Wortes. Grundsätzlich fühlen Menschen sich fremd, wenn sie irgendwo ausgegrenzt sind, wenn sie aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen werden, wenn sie die Sprache, die gesprochen wird, nicht verstehen oder wenn sie selber nicht verstanden werden. All dies kann das Gefühl von fremd...

Das Krankenhaus als Ort der Hoffnung

Sr. M. Katharina Mock, Vincentinerin und Geschäftsführerin, über menschlichen und geistlichen Beistand im Krankenhaus

Die meisten Krankenhäuser in Deutschland sind aus einer christlich geprägten Motivation heraus entstanden: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Dies setze man um, indem man seinen kranken Schwestern und Brüdern in ihrer Not beigestanden hat. Damals waren die medizinischen Heilungsmöglichkeiten bei weitem begrenzter als heute – viel mehr stand deshalb damals eine andere Hilfe im Mittelpunkt: menschlicher (auch geistlicher) Beistand! Eine Fähigkeit, die auch heute noch in Krankenhäusern gelebt wird.

In dieser christlichen Tradition steht auch die Patientenversorgung in der St....